Mein letzter Halt auf der Reise war der Besuch bei Thomas, Christina und dem kleinen Giorgios in ihrer Wohnung in Karditsa, Mittelgriechenland.
Thomas kreiert für uns einen neuen Honig, der seit dem Tod unseres galicischen Imkers David in unserem Sortiment gefehlt hat. Details folgen.
Giorgios ist ein absoluter Traum und ich durfte ihn eine Weile halten, was ihm sichtlich nichts ausmachte – definitiv ein glückliches Baby und laut Thomas ein zukünftiger Imker.
Es war ein Vergnügen, jeden Morgen auf ihrem Balkon zu sitzen, frisch geliefertes Gebäck aus der Bäckerei von Thomas' Freund Alexandros zu essen und sich einfach über Imkerei und Honig zu unterhalten.
Eine der wirklich großartigen Eigenschaften von Thomas ist, dass er unsere Bedürfnisse genau versteht und sehr flexibel vorgeht. Eine bestimmte Honigsorte fehlte seit vier oder fünf Jahren in unserem Sortiment, und er entwickelte eine Lösung für uns. Darauf komme ich noch zurück.
Es gab zwar keinen konkreten Plan, aber es ging eher darum, mit Thomas Zeit zu verbringen, sich auszutauschen und sich in einigen Gegenden einen Überblick zu verschaffen.
Zuerst fuhren wir nach Rendina, wo Thomas im Sommer seine Eichenhonigbienenstöcke aufstellt. Im Frühling lässt er dort ein paar Stöcke zurück, um sich seinen Platz für später im Jahr zu reservieren.
In Rendina erlebte ich eine der Schattenseiten der Imkerei: Ein Bienenstock war beschädigt und einen Hang hinuntergeworfen worden. Thomas holte ihn zurück, fluchte leise vor sich hin und beschwerte ihn mit Steinen, um seinen Platz zu sichern.
Am zweiten Tag fuhren wir nach Kastanea, einem Ort in den Bergen nahe Karditsa. Dort produzieren Thomas' Bienen aus den wilden Kräutern und der vielfältigen Baumwelt einen Bergblütenhonig.
An diesem Ort plante Thomas, den Honig zu verwenden, um ein besonderes Produkt herzustellen, das seit einigen Jahren in unserem Sortiment fehlt.
Bei diesem Produkt handelt es sich um Honig, der mit einer Propolislösung vermischt ist. Thomas erklärt die Herkunft dieses Honigs im obigen Video.
Später fuhren wir zu seinen Eltern, um dort ein spätes Mittagessen einzunehmen. Es gab Spinatpastete, Salat aus dem Garten und hausgemachten Joghurt.
Dann noch schnell ein Selfie mit der Familie, und schon ging es los Richtung Athen, wo wir in einem Hotel in Flughafennähe eincheckten. Am nächsten Morgen wieder im Flugzeug und zurück ins graue Gatwick 😞
