Mount Helidona und Vasilis' Bienenparadies
Die Reise hinauf zum Mount Helidona – ein Ort, der von der UNESCO als eines der reinsten Ökosysteme der Erde dokumentiert wurde.
Die Reise zum Berg Helidona in der Region Evrytania in Mittelgriechenland begann mit einer Autofahrt, die uns bald auf kurvenreichen Straßen mitten in die unberührtesten Landschaften Griechenlands führte. Je weiter wir fuhren, desto dramatischer wurde die Landschaft – steile, bewaldete Hänge, tiefe Schluchten und ein Gefühl von Wildnis, das uns in eine Zeit versetzte, bevor der Mensch begann, den Planeten zu zerstören.
Nach drei Stunden erreichten wir Vasilis' Honigladen in einem Tal bei Karpenisi. Wir warteten dort und unterhielten uns mit seinem Hund, der draußen saß. Dann kam er, und wir sprangen in seinen Pickup.
Bald begannen wir den Aufstieg zum Helidona auf schmalen, immer holprigeren Straßen. Die Gegend ist als die griechischen Alpen bekannt, und der Helidona erhebt sich steil auf 1800 Meter.
Vasilis erklärte mir, dass diese Region so unberührt sei, dass die UNESCO sie 1991 als eines der reinsten Ökosysteme der Welt bezeichnete und ihre außergewöhnliche Sauberkeit und minimale Verschmutzung hervorhob – ein idealer Ort für Bienen, um auf natürliche Weise zu gedeihen.
(Ich bin mir sicher, dass sich seitdem einiges verändert hat, angesichts des gestiegenen Drucks auf die Natur, aber es ist immer noch verdammt beeindruckend.)
Im Tiefland sind Bienen gefährdet – sie sind Pestiziden, Umweltverschmutzung und allen anderen Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt. Doch hoch oben in diesen abgelegenen Bergen ist die Luft reiner, die Blüten unberührt und der Honig rein und genau so, wie die Natur ihn geschaffen hat.
Als wir den Berg hinaufstiegen, durchquerten wir die dichten Wälder an seinen Hängen. Weiter unten Eichen und Kastanien, dann weiter oben Tannen, bis hin zur Baumgrenze. Die unbefestigten Wege wurden mit jeder Kurve holpriger, sodass wir umgestürzte Steine herumfahren und tiefe Spurrillen überwinden mussten.
Je höher wir stiegen, desto klarer wurde der Blick auf die weite Landschaft – sanfte Berge um tiefe Täler und ein Himmel, der sich endlos zu erstrecken schien.
Vasilis' Bienenstöcke befinden sich in Höhenlagen zwischen 1.000 und 1.500 Metern – je nachdem, ob gerade Eichen- und Kastanien- oder Tannenzeit ist. Dieser Honig stammt ausschließlich aus reinsten, unberührtesten Quellen.
„Wir bringen unsere Bienen nur im Winter ins Tiefland“, erklärte Vasilis. „Sie bleiben hier oben und ernähren sich ausschließlich von Wildblumen sowie von Eichen, Kastanien und Tannen.“

In dieser Höhe sind die Bienen ausschließlich von Natur umgeben.
Es gibt keine Bauernhöfe, keine Umweltverschmutzung – nur Wälder und den Himmel.
In der Ferne konnte ich den Kremasta-See sehen, dessen Oberfläche in der Nachmittagssonne glänzte.
Wir ließen den Tag in einer Taverne in der Nähe ausklingen, genossen den Blick auf den Berghang und köstliches, hausgemachtes griechisches Essen. Später am Abend besprach ich die Konditionen mit Vasilis, und wir einigten uns darauf, dass der gesamte Vorrat an Berghonig für die Kunden des Rohhonigladens reserviert wird.
